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Submitted by Celaid Degante

Leaving

Write about a character leaving something, or someone, they love.

Leaving

Nila liess ihren Blick über die Menschenmenge und suchte nach diesen dunklen Locken und nach den strahlenden blauen Augen. Sie hatte die erste Prüfung bestanden. Aufgeregt und auf ihren Fussballen hüpfend versuchte sie Baptiste zu finden. Sie spürte das bekannte ziehen in ihrer Brustgegend und wusste, dass er nicht weit war. Und da sah sie ihn plötzlich. Er lehnte sich an einer der Steinmauern und redete gerade schelmisch mit zwei Jungs aus seiner Gruppe und Amelie. Nila blieb wie angewurzelt stehen und beobachtete, wie seine blauen Augen leuchteten, während Amelie den grölenden Jungs einer ihrer Hiebe vorzeigte. Nila wischte sich das Blut mit dem Handrücken von der Wange und fühlte sich auf einmal alleine. Baptiste war ihr so nah aber doch so fern. Baptiste stützte sich auf und legte den Arm um Amelie und nickte den Jungs zu, sie zu folgen und ohne einen Blick zurück marschierten sie noch immer lachend von dannen.


"Der Feuer Tribe ist so von sich eingenommen.", grummelte Lis neben ihr plötzlich.

Nila fuhr auf und versuchte ein lächeln auszusetzen: "Ja, schon ein bisschen."

Lis wollte gerade weiter ansetzten doch Nila unterbrach sie: "Ich muss kurz noch mein Schwert holen." Ohne auf die Antwort Lis zu warten, stürmte sie davon. Sie spürte wie der Kloss grösser wurde und wie sie krampfhaft versuchte ihre Gefühle runterzuschlucken. Sie keuchte auf und konnte kaum noch was durch den Tränenschleier sehen, als sie sich durch die Menschenmenge durchkämpfte. Sie spürte wie die kalte Luft ihre warmes Gesicht streichelte als sie die schwere Tür aufstiess, wie ihre Knie nachgeben wollten, doch sie konnte hier nicht ihre Schwäche zeigen. Mühsam und starr nach unten blickend lief sie in den Walt hinein und lief bis sie keine Stimmen mehr hören konnte und sie plötzlich in einem Mantel der Still war und dann endlich glitt sie laut schluckend die Tanne hinunter und hieb wütend in den Boden hinein. Das war dumm. Sie war dumm. Wieso hatte Baptiste so viel Macht über sie? Wieso fühlte es sich im Moment so an als würde sie ihn nicht kennen? Sie hatte sich erhofft, dass mit ihrem Sieg diese unwiederbare Wand niedergerissen werden würde, dass er sei sehen würde, so wie sie ihn sah. Das seine Augen so strahlten wenn er sie ansah. Sie dachte an die Worte Maoris: "Er liebt dich, weil er du das einzige bist, dass er in dieser so grossen Welt kennt. Jedoch wird er bald auf gleichgesinnte stossen und sehen was es sonst noch da draussen für ihn gibt. Die unweiten von Möglichkeiten. Du hingegen bist eine Anomalie. Du hingegen wirst nur immer ihn haben." Sie konnte sich noch sehr gut an ihre Wut erinnern und ihre Selbstsicherheit, dass das nicht so wein würde. Ihren Trotz Maori gegenüber. Doch sie lag falsch und Maori hatte recht. Sie hatte sich einzureden versucht, dass das nur eine Phase sei, dass der Stress sie beide voneinander fernhielt aber da sass sie nun auf dem feuchten Boden. Allein. So alleine wie schon vor fünf Wochen.

Sie spürte, wie sie sich nach ihm sehnte und wie machtlos sie war. Sie hatte sich nur dafür entschieden, weil sie bei ihm sein wollte aber sie musste sich beweisen, zeigen das sei auch dazugehörte. Sie spürte wie die Wut in ihr brodelte und wollte gerade einen Schrei lauslassen, als sie ein ziehen spürte und wusste das Baptiste auch in den Walt stampfte. Sie war froh darüber, denn dann konnte sie ihm endlich sagen, was sie gerade fühlte. Ihn anschreien. Sie hörte wie er näher kam und stand auf. Doch Baptiste war nicht allein. Hinter ihm kam stolpernd Amelie in den Waldrand. Beide schauten schockiert als se Nila entdeckten.

"Oh hey Nila.", Baptiste grinste verlegen und kam verunsichert näher. Amelie bewegte sich nicht, musterte Nilas tränennasse Gesicht, ging einen Schritt zurück und murmelte : "Ich lass euch mal reden."


"Ich wollte dann kurz vorbeikommen.", meinte Baptiste lässig und lächelte. Nila spürte das vertraute ziehen aber sie liess sich nicht einlullen.


"Achso.", meinte sie trocken. Er schwieg und sah sie nur an.


"Du hast geweint." , es war keine Frage sondern eine Feststellung.


Doch er fragte nicht mehr und das war die Antwort die Nila brauchte.


Sie klopfte sich die Erde von ihren Hosen und meinte dann stumpf: "Ich kann das nicht mehr mit uns. Seit Wochen bin ich unsichtbar und vielleicht hast du es vergessen aber ich kam mit wegen dir." Nila nahm einen Schritt auf ihn zu, Er stand wie angewurzelt da und sagte nichts.


"Ich bin auch durch damit, das Gelächter von allen zu sein. Die Schwache."


"Wir wissen beide, dass du das nicht bist.", meldete sich Baptiste zu Wort.


"Aber ich fühle mich schwach.", Nilas Stimme bebte: "Und ich fühle mich verraten."


Baptiste öffnete den Mund aber schloss ihn wieder. Nila sah musterte ihn. Sie waren sich nun noch näher. Sie konnte die Hitze die von ihm ausging spüren: "Nur weil unsere Tribes verfeindet ist, muss das auch nicht das gleiche für uns bedeuten."


"Ich weiss das.", meinte Baptiste und legte ihr leicht eine Hand auf den Arm.


"Dann erkläre mir, was das soll." Er wusste was ich meinte und doch schwieg er und zuckte mit den Schultern.


"Schämst du dich für mich?", Nila flüsterte. Sie sah wie er zusammenzucke und spürte wie die Tränen in ihren Augen brannten.


"ich werde dieses Turnier gewinnen, Baptiste und mir ist es egal, wenn du dann wegen mir alle verlierst."





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